Seit Mitte des vergangenen Jahrhunderts bestimmt die
populäre Musik, R’N’B (Rhythm and Blues) der schwarzen
in den USA. Unter dem Begriff R’N’B fasst man unterschiedliche
Genres zusammen. Dennoch bleibt der Ursprung und somit die Wurzeln bei
der schwarzen Musik, bestehend aus Jazz, Gospel, Spirituals und Blues.
In den 40er und Anfang der 50er Jahre, entstanden so diverse Big Bands
und Kneipen-Combos die den R’N’B als eine Art von Tanzmusik
interpretierten. Die treibenden Rhythmen fusionierten mit den angesagten
Vokals des Doo Woop und kirchlichen Gospel-Phrasen später zum allseits
beliebten Soul. Als Vorreiter des Soulmusik zählt Ray Charles und
später gefolgt von Marvin Gay, Barry White oder The Temptations.
In den 80er kam dann der Begriff R’N’B aus der Mode und
immer weniger Menschen interessierten sich für den Soul. Künstler
afroamerikanischer Herkunft wie z.B. Michael Jackson, Janet Jackson
oder Prince, lassen zwar in ihren Melodien ihre Ursprünge erkennen,
doch der Klang und die rhythmischen Strukturen lehnen sich dagegen meist
an weiße Popproduktionen an. Sie etablieren sich zuerst in den
nach wie vor vorhandenen Rhythm and Blues-Charts, bevor die weiße
Hörerschaft sie wahrnimmt und sich der Erfolg in den Pop-Charts
einstellt. Diese Übernahme gipfelt in der Bezeichnung des Rhythm
and Blues-Sängers Michael Jackson als King Of Pop. Quelle: laut.de
